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Permanente Inventur an verteilten Standorten


Mit RF601-Handhelds von Nordic ID und einem erweiterten ERP-System mit VPN-Datenabgleich in Echtzeit konnte der Brillenhersteller Seiko Optical Europe von der herkömmlichen auf permanente Inventur umstellen und seine Prozesse im Lager deutlich optimieren.


Seiko Optical Europe ist der führende Hersteller von Kunststoffbrillengläsern und Titanbrillenfassungen in Europa. Von seinen Lagern am Hauptsitz in Willich und im englischen Gloucester beliefert das Unternehmen Optiker und Distributionspartner in 30 europäischen Ländern. Die Bestandsführung und die Inventur waren bei Seiko aufwändige, personalintensive Vorgänge. So wurde beispielsweise bei der Inventur Warenbestand gezählt und handschriftlich in Listen erfasst, die wiederum manuell auf einen Midrange Server übertragen wurden. „Weniger Aufwand bei der Inventur und ein permanenter Zugriff auf die Aktikel- und Bestandsdaten“, lautete deshalb die zentrale Anforderung des Brillenherstellers.  

Als erstes schaffte Seiko Optical Europe die handschriftlich geführten Bestandslisten ab. Stattdessen wurden Barcodes an der Ware angebracht, die von mobilen Laserscannern gelesen werden. Diese Automatisierung der Bestandsaufnahme beschleunigt die Datenerfassung und ermöglicht eine permanente Inventur, da die Zentrale ständig in Echtzeit auf die Artikeldaten zugreifen kann.

Um diese Lösung zur realisieren, entwickelte Seiko Optical Europe gemeinsam mit dem Augsburger Systemhaus comSID eine ERP-Lösung (Enterprise Ressource Planning) für die permanente Inventur, die auf direkte Kommunikation und Stabilität setzt. Bei der Hardware für die mobile Datenerfassung entschieden sich Seiko Optical Europe und comSID für das Funk-terminal RF601 von Nordic ID. „Drei Gründe gaben dafür den Ausschlag: Die Handhelds verfügen über eine große Funkreichweite. Die Kommunikation zwischen dem IBM-Host und dem Application-Server von Nordic ID läuft äußerst stabil. Und Nordic ID bietet einen sehr zuverlässigen und qualifizierten technischen Support – davon konnten wir uns schon bei früheren Projekten überzeugen“, erklärt comSID-Geschäftsführer Gerald Beck.

Die Anwendung des Nordic ID Funkterminals RF601 ist bemerkenswert einfach, da die Software ausschließlich auf dem Hauptrechner in der Willicher Zentrale läuft  und somit nicht jedes Gerät einzeln programmiert werden muss. Updates und Systemänderungen erfolgen zentral und zeitsparend über das Host-System. Die Handhelds stehen mit dem Hauptrechner in permanenter Verbindung – ein Echtzeit-Datentransfer ist somit jederzeit gewährleistet. Auch das geringe Gewicht, die hohe Akkuleistung und das widerstandsfähige Gehäuse – der RF601 übersteht den Fall aus 1,2 Metern Höhe auf Betonboden ohne Probleme – machen das Funk-MDE von Nordic ID zur ersten Wahl für den Einsatz im Lager.

Die Mitarbeiter von Seiko Optical Europe müssen bei der Datenerfassung nur noch die jeweilige Stückzahl der Ware in das Funkterminal eingeben. Alle übrigen Informationen stellt das ERP-System nach Einlesen des Barcodes automatisch zur Verfügung. Fehlerquellen sind damit weitestgehend ausgeschaltet. Ein weiterer Vorteil: Die Datenerfassung läuft nun im Gegensatz zu früher ohne größere Störung der Betriebsabläufe. Denn im ERP-System wird nur das Regal, das gerade erfasst wird, für Auslieferungen geblockt. Für den übrigen Lagerbestand läuft der Verkauf weiter.

Die Nordic ID Handterminals kommunizieren mit den Basisstationen in den Lagern in Willich und in Gloucestershire und geben die Daten direkt an das ERP-System weiter. Über einen Application-Router auf einem PC werden die eingelesenen Informationen direkt an den Zentralrechner in Willich übertragen. Die Zwei-Wege-Kommunikation zwischen den Handhelds und dem Zentralrechner erfolgt via Internet über einen geschützten VPN-Tunnel.

Mit den Nordic ID-Handhelds und der ERP-Lösung für die permanente Inventur konnte Seiko Optical Europe den Personaleinsatz im Lager deutlich reduzieren. Mitarbeiter müssen nun nicht mehr von ihren eigentlichen Aufgaben abberufen werden, um Artikelnummern zu vergleichen oder Listen anzulegen. Und mit  der permanenten Inventur lässt sich der Aufwand gegenüber der herkömmlichen Stichtagsinventur deutlich reduzieren. Die Inventur dauert nur noch eine Viertelstunde – ein Bruchteil der bisherigen Zeit. In der Willicher Zentrale können die Mitarbeiter nun alle Daten aus den Lagern mit einem Mausklick in Echtzeit abrufen. „Die Kombination von mobilen Nordic ID Scannern und ERP-Erweiterung hat sich bewährt“, resümiert Bertold Oestermann, Manager Operations bei Seiko Optical Europe. „Es ist eine direkte und einfache Lösung, die stabil läuft und unsere Inventur messbar schneller und wesentlich effizienter macht.“

Projektübersicht

 

Hardware: Nordic ID RF 601
Kunde: Seiko Optical, Willich
Integrator: comSID, Augsburg